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NAS 307

Ein Überblick über Link Aggregation sowie deren Einrichtung an Ihrem NAS.

Ein Überblick über Link Aggregation sowie deren Einrichtung an Ihrem NAS.

2016-04-18

Kursziele

Nach Abschluss dieses Kurses sollten Sie:
1. Über ein grundlegendes Verständnis von Link Aggregation und ihren verschiedenen Modi verfügen
2. Link Aggregation an Ihrem ASUSTOR NAS einrichten können

Voraussetzungen

Kursvoraussetzungen:
Keine

Studenten sollten über folgende praktische Kenntnisse verfügen:
N/A

Überblick

1. Einführung in Link Aggregation
1.1 Was ist Link Aggregation?
1.2 Link Aggregation-Modi

2. Ihren NAS konfigurieren
2.1 Link Aggregation einrichten

1. Einführung in Link Aggregation

1.1 Was ist Link Aggregation?

Link Aggregation (auch Trunking, Bonding oder Teaming genannt) kombiniert zwei oder mehr Netzwerkverbindungen zu einer. Zur Nutzung von Link Aggregation müssen Ihre Netzwerkkabel mit demselben Netzwerk-Switch verbunden sein, Ihr Netzwerk-Switch muss Link Aggregation unterstützen.

Link Aggregation bietet zwei Hauptvorteile:

a. Lastausgleich

Die Lasten Ihres Netzwerkdatenverkehrs werden zur Erhöhung der Zuverlässigkeit durch Redundanz auf zwei Verbindungen verteilt, die als einzelne Verbindungen angezeigt werden.

b. Fehlertoleranz (Failover)

Die Kombination von zwei Netzwerkverbindungen bietet Fehlertoleranz. Sollte eine Ihrer Netzwerkverbindungen ausfallen, wird der Datenverkehr automatisch auf die andere Verbindung umgelenkt.

1.2 Link Aggregation-Modi

Der ASUSTOR NAS bietet verschiedene Link Aggregation-Modi. Jeder Modus wird nachstehend kurz beschrieben.

Round-Robin: Überträgt Pakete der Reihe nach über die verfügbaren Verbindungen. Dieser Modus bietet Lastausgleich und Fehlertoleranz.

Aktive Sicherung: Nur eine Verbindung ist aktiv. Eine andere Verbindung wird nur dann aktiv, wenn die aktive Verbindung ausfällt. Die aggregierte MAC-Adresse ist extern nur an einem Port (Netzwerkadapter) sichtbar, damit der Switch nicht verwirrt wird. Dieser Modus bietet Fehlertoleranz.

XOR: Überträgt basierend auf der standardmäßigen, einfachen Übertragungsstreurichtlinie. Dieser Modus bietet Lastausgleich und Fehlertoleranz.

Broadcast: Überträgt alles über alle Verbindungen. Dieser Modus bietet Fehlertoleranz.

802.3ad (IEEE 802.3ad, dynamische Link Aggregation): Erstellt Aggregationsgruppen, die dieselben Geschwindigkeits- und Duplex-Einstellungen teilen. Nutzt alle Verbindungen im aktiven Aggregator entsprechend der 802.3ad-Spezifikation. Sie benötigen einen Switch, der IEEE 802.3ad (dynamische Link Aggregation) unterstützt. Dieser Modus bietet Fehlertoleranz und Lastausgleich.

Adaptiver Übertragungslastausgleich: Erfordert keine spezielle Switch-Unterstützung. Der ausgehende Datenverkehr wird entsprechend der aktuellen Last (relativ zur Geschwindigkeit berechnet) der jeweiligen Verbindung verteilt. Eingehender Datenverkehr wird über die aktuelle Verbindung empfangen. Falls die Eingangsverbindung ausfällt, übernimmt eine andere Verbindung die MAC-Adresse der ausgefallenen Eingangsverbindung. Dieser Modus bietet Fehlertoleranz.

Adaptiver Lastausgleich: Beinhaltet Übertragungslastausgleich und Empfangslastausgleich für IPv4-Datenverkehr; erfordert keine spezielle Switch-Unterstützung. Der Empfangslastausgleich wird durch ARP-Verhandlung erreicht. Dieser Modus bietet Fehlertoleranz und Lastausgleich.


Im Allgemeinen bieten Link Aggregation-Modi entweder Fehlertoleranz oder Lastausgleich. Die vom jeweiligen Modus gebotenen Vorteile werden in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.

Aggregationsmodus

Fehlertoleranz

Lastausgleich

Round-Robin

ü

ü

Aktive Sicherung

ü

û

XOR

ü

ü

Broadcast

ü

û

802.3ad

ü

ü

Adaptiver Übertragungslastausgleich

ü

û

Adaptiver Lastausgleich

ü

ü


















2. Ihren NAS konfigurieren

2.1 Link Aggregation einrichten

Schritt 1

Wählen Sie [Einstellungen] → [Netzwerk]. Klicken Sie unter der Überschrift Link Aggregation auf [Erstellen].


Schritt 2

Nun erscheint das Fenster Link Aggregation-Assistent. Wählen Sie einen Aggregationsmodus aus der Auswahlliste.


Schritt 3

Wenn Sie einen Aggregationsmodus aus der Auswahlliste wählen, können Sie die/den von diesem Modus gebotene(n) Fehlertoleranz und/oder Lastausgleich sehen. (Im nachstehenden Beispiel haben wir den Modus „Aktive Sicherung“ gewählt, der nur Fehlertoleranz bietet.) Nachdem Sie die Auswahl eines Aggregationsmodus abgeschlossen haben, klicken Sie auf [Weiter].


Schritt 4

Wählen Sie das [IP-Adresse automatisch beziehen]-Optionsfeld, klicken Sie auf [Weiter]. (Sie können Ihre IP-Adresse auf Wunsch auch manuell eingeben.)


Schritt 5

Werfen Sie einen Blick auf die abschließende Übersicht Ihrer Einstellungen. Bestätigen Sie diese Einstellungen anschließend durch Anklicken von [Fertigstellen].


Schritt 6

Nun sehen Sie Ihre beiden Verbindungen unter der Überschrift „Schnittstelle“, Ihren aktiven Aggregationsmodus unter der Überschrift „Aggregationsmodus“.


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